Mittwoch, 17. April 2013

Nobel geht die Welt zugrunde! Die Photon Methode?


Heute schrieb ein Photonwatch Leser:


"Der Chef soll Steak essen - kein Problem, wenn auf meinem Teller ein Schnitzel liegt. Das ich aber von Konserven leben muss, weil schon wieder das Geld ausbleibt, ist eine Sauerei! 
Berliner Kind"


Dieser Satz beschreibt die Situation vieler Photon Angestellter genau, denen durch die Insolvenz der Photon Europe persönlich tausende von Euros an Lohn- und Gehalt entgehen werden. Die Gesamtsumme der geprellten Mitarbeitergehälter lag ja bei 1.126.000 €.  



Richtig sauer werden viele sicher aber erst recht, wenn sie in die Gläubigerliste schauen und dort die Einträge von Herrn Philippe Weiters letzten nun unbezahlten Dienstreisen studieren.



Exemplarisch kann aus der Gläubigerliste (Liste offener unbezahlter Forderungen) eine solche Dienstreise aus dem Oktober 2012 rekonstruiert werden. Einem Monat in dem viele Photon Mitarbeiter bereits Ihre Löhne offen hatten und diese Gelder nun verlieren werden. 




Los ging es anscheinend zum Reifenhändler, um sich auf Kredit neue Winterreifen montieren zu lassen. 

A.) 


Gläubiger: Kohl Automobile GmbH

Titel der Forderung: Winterreifenmontage und Einlagerung

Höhe der offenen Forderung:  174,85 €





Danach vermutlich auf frischen Reifen sanft nach Berlin rollen, ins noble 5 Sterne Luxushotel - Grand Hotel Esplanade, Berlin am mondänen Lützowufer. Dort kann der Gast in luxuriösen Suiten weilen und seinen Blick unverbaut über den Tiergarten schweifen lassen...  

B.) 

Gläubiger: Grand Hotel Esplanade, Berlin 

Titel der Forderung: Übernachtung Philippe Welter vom 14.-15.10.2012 

Höhe der offenen Forderung:  1.283,00 €




Dann vermutlich auf der Rückfahrt an der Bundesautobahn-Tankstelle Vierwinden Nord auf der A46 bei Grevenbroich noch schnell auf Kredit den Dienstwagen vollgetankt. 



C.) 

Gläubiger: Tankstelle BAB 46 Vierwinden Nord 

Titel der Forderung: Tanken Firmenwagen Welter  

Höhe der offenen Forderung:  79,42 €




All das und mehr findet sich auf der Gläubigerliste der Photon Europe GmbH.   


Dann wundert man sich nicht mehr, dass in der Gläubigerliste ebenfalls Reisekostenabrechnungen von Herrn Philippe Welter über die stattliche Summe von 147.246,56 € zu finden sind. 



Bevor sich einer um Herrn Welter aber ernsthaft Sorgen ob der nun entgangenen Reisekostenerstattung macht, sollte man sich aber einmal in Erinnerung rufen, auf welche Weise in der Zeit vor der Insolvenz derartige Reisekostensummen so zusammen gekommen sind ...






Kommentare:

  1. "Nach mir die Sintflut" oder "Das letzte Hemd hat keine Taschen" mag sich Hr.Welter gedacht haben, als er im 5***** Hotel nächtigte. Unsere Nächte waren unruhig, der Schlaf von Existenzängsten begleitet. Im Oktober 2013 ließ uns Herr Welter wieder auf unser Gehalt warten. Mehrere Kolleginnen und Kollegen wurden bei ihm vorstellig und konnten wie Bittsteller um Auszahlung betteln. Weder von Tränen noch von verzweifelten Bitten ließ sich "PW" beeindrucken. Mit Vertröstungen und (nicht eingehaltenen) Zusagen einer "sofortigen Überweisung" gewährte sich Hr.Welter weiteren Zahlungsaufschub. Im Oktober 2013 war Photon meiner Vermutung nach schon zahlungsunfähig. Wie konnte Herr Welter damals davon reden, dass Liquidität gewonnen werden müsse, wenn er sich zu dieser Zeit wie ein Fürst in Nobelhotels bequemte? Einfach ätzend diese Doppelzüngigkeit!!!

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  2. Korrektur und Nachtrag:
    Im Oktober 2012 ließ uns Herr Welter wieder auf unser Gehalt warten - nicht im Oktober 2013. Falls es die Publishing im Oktober 2013 noch gibt, dann ohne mich!

    Anfang Oktober 2012 sollten wir Vorschläge zum Sparen im Verlag machen... Tatsache! Vorschläge zur Kostenreduzierung wurden von den Gruppenleitern gesammelt. Vorschläge heute: Nicht auf anderer Leute Kosten leben, ein 2** Hotel reicht für einen kaufmännischen Photon-Geschäftsführer-Leiter auch! Ganz entscheidend: Erst Mitarbeiter bezahlen, dann Fürst spielen!

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  3. Dieser Sozialneid ist ja unerträglich! Als führende Persönlichkeit im Unternehmen, als leitender Kaufmann einer kränkelnden Firma, musste der Mann einfach mal Distanz zu seinem Trümmerhaufen gewinnen. Eine angemessene Arbeitsatmosphäre, wie sie eben ein 5-Sterne Hotel bietet, ist gerade in solch schweren Zeiten zur Findung von Lösungen förderlich. Seien Sie doch froh und dankbar, daß Ihr Dienstherr in gediegenem Ambiente wahrscheinlich schon die neue Firma konzipierte. Und das zu einem frühen Zeitpunkt, als Sie noch nicht an eine mögliche Insolvenz glaubten. Das nenne ich ja mal vorausschauend von diesem Unternehmer! Gehaltsforderungen und sonstige Lästigkeiten sind doch Peanuts in Bezug auf das erklärte Ziel der Photon-Gruppe:

    "Vision: Eine lebenswerte Welt für alle Menschen mit einer intakten Umwelt." (zu lesen auf photon.info)

    Ab und zu mal leckere Konserven futtern sollte für die Belegschaft drin sein. Dann kann Ihr Chef auch weiter Steaks genießen! Guten Appetit zusammen!

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    1. Genau, ich find es toll, dass es Menschen gibt, die in einer Nacht soviel ausgeben - wie ich in einem Monat verdient habe ! Man muß auch gönnen können, haha...würg. Wieso bleibt mir jetzt das Lachen im Hals stecken ???

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    2. Das Lachen bleibt Ihnen im Halse stecken, weil Sie vor lauter Frust den Suppenlöffel gleich mitgegessen haben. Ein weit verbreitetes Malheur der Beschäftigten von Photon. Lachen Sie wieder. Es geht den reinen Westen an den schmutzigen Kragen.

      Ein erstaunter Abonnent, der nicht beliefert wird.

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  4. Ihre verdammten Enthüllungen zerstören das aufwendig aufgebaute Scheinbild vom Retterdasein der Geschäftsführung! Schluss damit, Photonwatch!

    versus

    AUGEN AUF & WILKOMMEN IM LEBEN LIEBE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN!

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    1. Auch wenn man (als ehemaliger Mitarbeiter) hier im Blogspot schon mehrfach meine Kommentare erst gar nicht gehört oder veröffentlicht hat, bleibe ich dabei:

      PW, AK, MS & RH werden ihr restliches Leben zu großen Anteilen in der JVA Aachen verbringen.
      Da bin ich mir aufgrund heutiger Erkenntnisse und der Interessenlage der Geschädigten, sowie auch der Oberstaatsanwaltschaft, mehr als sicher!

      Der heutige Tage wird von historischer Bedeutung sein und das Ende dieser Unternehmerbande einleuten.

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    2. Wenn das so sein sollte, werde ich es mir nicht nehmen lassen einen Besuch in der JVA Aachen vorzunehmen. Einfach nur um ein Bild der Gerechtigkeit zu sehen.

      Bring auch ein kostenloses Probeheft mit oder noch besser Ich schenke dem Quartett ein Jahresabo, die haben ja Zeit und haben mit Sicherheit Verständnis für verspätete Ausgaben.

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  5. Lord Welter ist wahrlich der Copperfield unter den Prellern. Ich begreife immer noch nicht, wie man es schafft eine deutsche Autobahntankstelle abzuzocken. Den Trick müssten Sie uns mal erklären, Lord.

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    1. Ganz einfach: Er lässt sich immer wieder neue Kreditkarten ausstellen, jeweils von anderen Institutionen. Dazu tríckst er dann mir den zahlreich vorhandenen Firmen herum. Reicht zwar dann nur übergangsweise, aber immerhin, hiermal 2500, da mal 5000 EUR ergaunert und so weiter und so fort.

      Hat er ja auch so bei seinen Lufthansa Senator Karten (Schmela, Kreutzmann) gemacht. Bis sie ihn dort aufgrund der gegen ihn verhängten Haftandrohung (das war Ende 2011) zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung und massiver Überziehung dort rausgeworfen haben.

      Wenn Banken und Händler viel engmaschiger zusammenarbeiten würden, wäre der Betrüger schon viel früher ans Messer geliefert worden.

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    2. Was ist mit der Schufa? Mit der Creditreform? Wer lesen kann war (und ist) im Vorteil!

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