Dienstag, 30. April 2013

Verlauf der Photon Gläubigerversammlung am 19.04.2013 - Teil 11



Die nächste aufgerufene Gläubigerin war die Solare Beteiligungen GmbH. Ein weiteres Unternehmen der Photon Gruppe über das viele Angestellte wenig bis nichts wussten. 


Solare Beteiligungen GmbH fordert 427.000,- € an Stimmrechten

Die Solare Beteiligungen GmbH ist ein Unternehmen, dass zu 50% Frau Annegret Kreutzmann und zu 50% Herren Philippe Welter gehört. Es besaß nach eigenen Angaben Gegenstände und Betriebsmittel die dann an die Photon Europe GmbH entgeltlich vermietet wurde. 

Die Solare Beteiligungen GmbH übersandte dem Insolvenzverwalter eine Forderung von 427.000,- € gegen die Photon Europe GmbH




Der Insolvenzverwalter hielt dieser auffällig hohen Forderungsanmeldung folgendes entgegen:


  • Die Forderungen von 427.000,- € bestanden nur aus Excellisten und Rechnungen.

  • Nachweise für die angemeldeten Dienstleistungen, wie Inventarlisten o.ä. wurden nicht vorgelegt und sind aus den Akten der Photon Europe nicht ersichtlich. 

  • Die Buchhaltung der Photon Europe GmbH weist auf dem Konto 1302 eine Forderung von 160.000,- € gegen die Solare Beteiligungen GmbH aus (auch hier könnte ein versuchter Prozessbetrug wegen Nichtaufrechnung vorliegen).

Aus diesen Gründen heraus sei das Stimmrecht der Solare Beteiligungen GmbH auf 0% festzusetzen. 

Das Insolvenzgericht folgte der Empfehlung des Insolvenzverwalters und setzte die Stimmrechte auf 0% fest. 


= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 797.659,90 €






Photon Holding will 906.100,- € an Stimmrechten geltend machen

Die von Frau Annegret Kreutzmann geleitete Photon Holding GmbH fordert vom Insolvenzverwalter für 906.100,- € an Stimmrechten ein. 

Zur Erinnerung in Photon Holding GmbH ist der Solarverlag mit allen Mitarbeitern aufgegangen. Gesellschafter der Photon Holding sind Frau Annegret Kreutzmann, Herr Philippe Welter, Herr Michael Schmela und Herr Ralf Heuser.  



Die Forderung setzte sich aus 696.100,- € an Darlehnszinsen sowie einer Rückzahlung, Lizenzsvereinbarungen und Darlehn von 210.000,- € zusammen. 

Laut Vertrag stünden der Photon Holding GmbH der Anteil von 5% des Umsatzes der Photon Europe GmbH für die Nutzung der Namensrechte zu. 



Sollte dieses wirklich Vertraglich so festgelegt worden sein, ist nicht verwunderlich, dass die Photon Europe GmbH mit ihren Mitarbeitern keine Überlebenschance hatte. 

Nimmt man einem Unternehmen die Summe von 5% vom Umsatz vor Abzug der Kosten entspricht das einem Abgriff des Gewinns von fast 25% oder je nach Kostenstruktur mehr. Schließlich wird der Umsatz vor den nicht unerheblichen Personal- und Druck- sowie Logistikkosten entzogen, so dass diese um so schwerer auf dem Unternehmen lasten. 




Der Insolvenzverwalter hielt dieser auffällig hohen Forderungsanmeldung folgendes entgegen:


  • Die Forderungen bestanden nur aus Excellisten und Rechnungen.

  • Nachweise für die Forderungen, wie Lizenzvereinbarungen, Darlehnsverträge, Quittunge  o.ä. wurden nicht vorgelegt und sind aus den Akten der Photon Europe GmbH nicht ersichtlich. 

  • Die Einlage der Photon Holding von 475.000,- € wurde augenscheinlich nicht ordnungsgemäß erbracht, diese muss nachgezahlt werden.

  • Es liegen der in Photon Europe GmbH Forderungen gegen die Photon Holding GmbH in Höhe von 1.776.676,- € vor (auch hier könnte ein versuchter Prozessbetrug wegen Nichtaufrechnung vorliegen). 



Aus diesen Gründen heraus sei das Stimmrecht der Photon Holding GmbH auf 0% festzusetzen.  

Das Insolvenzgericht folgte der Empfehlung des Insolvenzverwalters und setzte die Stimmrechte auf 0% fest. 


= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 1.613.759,90 €







Die Photon Power AG will 454.000,- € an Stimmrechten durchsetzen - Es stehen aber 800.000,- € an Rückforderungen im Raum

Sodann wurde die in der Gläubigerliste eingetragene Forderung von 454.000,- € der Photon Power AG zur Abstimmung aufgerufen.

Im Verlauf des Vortrages stellte sich heraus, dass lediglich 416.439,74 € unter den von den Photon Vertretern vorgebrachten Forderungen juristisch akzeptabel waren. 

Der Insolvenzverwalter erklärte daraufhin, dass er für Transaktionen im Wert von 800.000,- €  zugunsten der Photon Power AG Rückforderungsansprüche ausgemacht hat. Bedingt ist dies darin, dass die Photon Europe GmbH bereits im Januar 2010 insolvent war. Dadurch können alle Transaktionen ab diesem Zeitpunkt durch den Insolvenzverwalter Rückabgewickelt werden, wenn sie eine unerlaubte Bevorzugung von Gläubigern darstellen. 



Photon Power AG wird augenscheinlich fast 1,5 Millionen an Anlegergeldern in der Pleite verlieren

Offensichtlich wurde die Photon Power AG, die angesichts der prekären Finanzlage geradezu leichtfertig fast 1,5 Millionen Euro an Anlegergeldern an das insolvente Unternehmen ausgeliehen hatte, unerlaubt bevorzugt. In der Konsequenz des schlampig durchgeführten und wenig dokumentierten Geldtransfers müssen nun die Anleger der Photon Power AG um weitere 800.000,- € zittern, so dass in der Photon Europe Pleite fast die gesamten ausgeliehenen Mittel von 1,5 Millionen Euro gefangen sind. 


Die Photon Power Geschäftsführer Ralf Heuser und Michael Schmela schauen teilnahmslos der Katastrophe zu

Das die beiden Geschäftsführer der Photon Power AG Michael Schmela und Ralf Heuser sich dieser Finanz-Katastrophe regungslos und unwidersprochen ergaben, lässt nichts gutes für das weitere Dasein der Anleihen und des Unternehmens erwarten.

Bemerkenswerter Weise verzichteten sowohl die anwesenden Photon-Anwälte als auch die beiden Photon-Power AG Geschäftsführer Michael Schmela und Ralf Heuser, auf das Einlegen von Rechtsmitteln gegen die Festsetzung der Stimmrechte auf 0% durch das Insolvenzgericht. 

Warum Sie dies taten und ob das bereits ein Schuldeingeständnis ist, werden sie Ihren arglosen Anleihezeichnern sicher bald erklären müssen.  




= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 2.067.759,90 €



Herr Schmela gab in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Photon Power AG bei der Durchsetzung der ihm aufgegebenen Unternehmensinteressen ein geradezu phlegmatisches Bild ab. 

Seine eigenen Geldforderungen verteidigte er dabei um so heftiger...




++++ Weiter mit Teil 12




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Wichtig!  Dies ist ein aus persönlichen Aufzeichnungen erstellter Text. 

Wer Ergänzungen oder Verbesserungen zu diesem Bericht aus der Gläubigerversammlung hat, kann dies persönlich und auch anonym in den Kommentaren einfügen. Hier kann man auch seine eigenen Eindrücke und Meinungen kundtun.  

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Kommentare:

  1. Haben sich die Aufsichtsräte der Photon Power Herr Eleuteri und Frau Siebmanns geäußert?

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    1. Gar nicht, die hatten ja alle Ihre Gelder erhalten. Auf der Gläubigerliste stehen diese nicht.

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    2. Siebmanns nennt sich jetzt aber Schulz oder so ähnlich.
      Das kam doch genau zum richtigen Zeitpunkt oder anders gesagt: Gef..kt eingeschädelt!

      Ein Hoeneß, wer Boeses denkt!

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    3. Was ist daran gef..kt eingeschädelt ?
      Wer heiratet, ins Kloster wandert oder zur Legion emigriert, bekommt für gewöhnlich einen neuen Namen. Ganz normal und nicht geschädelt. Ach ja, bei den Hare-Krishna soll das auch so sein. Also Ruhe bewahren, der Hoeneß hat damit nichts zu schaffen.

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    4. dass Siebmanns/Schulz nicht auf der Gläubigerliste steht, mag ich nicht zu glauben!

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    5. Anonym30. April 2013 11:02
      dass Siebmanns/Schulz nicht auf der Gläubigerliste steht, mag ich nicht zu glauben!

      Jetzt bin ich auch baff!

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    6. Der Vergleich mit Uli Hoeneß hinkt ja wohl gewaltig. Soweit bekannt ist, hat sich Hoeneß gegenüber seinen Mitarbeitern immer fair und menschlich äußerst korrekt verhalten. Es gibt glaube ich niemanden aus seinem Umfeld, der schlecht über ihn reden würde. Darüber hinaus ist er unbestritten ein fähiger Manager.

      Welter auf der anderen Seite ist nicht nur als Manager ein absoluter Versager. Er ist auch menschlich unterste Schublade. Von Welter hat doch wohl noch niemand profitiert. Außer vielleicht seine Spießgesellen. Und von denen wird der ein oder andere in naher Zukunft bestimmt noch dicke Backen machen.

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    7. Statt in naher Zukunft dicke Backen machen sollte jede / jeder von den Photonies den Arsch zusammenkneifen und sofort aussteigen. Das gilt für alle: Wenn die Zeit vorbei ist, ist es zu spät die Uhr zu stellen.

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  2. Herr Heuser tut mir wirklich leid.
    Der war unter den Oberen noch immer der Anständigste.



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    1. Wie leid kann einem einer tun, der 1,5 Millionen Euro vom Geld anderer Leute wissentlich an ein Pleiteunternehmen verleiht?


      Die 23. Insolvenzanträge und Haftadrohungen gegen die Photon Europe Geschäftsführung sowie die Unzähligen von Kreditsperren bei Lieferanten können Ihm als Gesellschafter der Photon-Gruppe nicht unbekannt sein.

      Zumal wenn sein Co-Geschöftsführer seid 3-Jahren im Schuldnerunternehmen auf sein Gehalt verzichtet hat.

      Das braucht kein Mitleid, sondern das war eiskalt das Ausnutzen der Gutgläubigkeit anderer Leute.

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    2. Bei Hr. Heuser habe ich ein wenig Bedenken so hart zu urteilen. Aber es ist schon richtig. Die Leute waren in verantwortlicher Position, dazu hat sie keiner gezwungen. Die wollten alle gut verdienen und in der Sonne stehen. Aber jetzt muss endlich aufgeklärt werden. Kann ja nicht sein, dass 100 Insolvenzanträge gestellt werden müssen und immer weiter Schaden entsteht.

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    3. Der ist weder anständig noch besonders helle.
      Eher dummdreist watet er in den selben Schuhen, wie das Abzockerteam der Jülicher Straße!

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    4. Als Mensch tut er mir halt leid, nicht als Vorstandsvorsitzender der Power. Das er sich überhaupt auf all die Sachen mit dem Geld eingelassen hat ist sein Problem, schon logisch. Dafür muss er gerade stehen und sich erklären. Und klar, gezwungen hat ihn keiner (hoff ich mal). Ein Wahnsinn was die Insolvenz so offen legt! Ob Herr Heuser nicht doch nur ein kleiner Schlupp unter den großen Leitfiguren ist? In den letzten Wochen sah er sehr unglücklich und mitgenommen aus. Ich möchte nicht mit ihm Tauschen. Anders als AK, MS und PW ist er, finde ich zumindest. Aber das kann natürlich jede(r) anders sehen.

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    5. Als Mensch tut er Ihnen leid? Er ist schon ungefähr mindestens genauso lang bei dem Trio dabei. Sogar damals im Solarverlag, da tauchte sein Name auch schon auf! Also wusste er ganz genau was er tat! Er sieht mitgenommen aus? Gott sei Dank, sonst würde ich an einer menschlichen Existenz zweifeln. Das Trio kann es eben nur sehr gut überspielen.

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    6. das der Heuser anders ist als das Trio, halte ich fest.
      Er ist eher ein Ingenieur als ein Geld Macher.

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    7. das der Heuser anders ist als das Trio, halte ich fest.
      Er ist eher ein Ingenieur als ein Geld Macher.


      Da bin ich bei Dir. Sehe ich auch so. Wäre er nur Ingenieur geblieben, hätte er jetzt den Stress nicht.... hätte-hätte-menschenkette

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    8. Das ist ein Phänomen, dass diese Typen noch jemandem leid tun! Wirklich! Macht euch mal klar, was die zu verantworten haben!

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  3. Die müssen ja richtig verzweifelt sein, diese ganzen "Forderungen" anzumelden, und sich damit absehbar diese Blamage abzuholen. Wie kann man nur derart ungeschickt vorgehen und sich vor versammelter Gläubigerschaft so blamieren. Gruselig, die Leichen im Photon Keller müssen sich ja schon stapeln.

    Und da will kein Photoni mal was dazu sagen? Immer noch keiner anwesend, der mal an die ganzen Geschädigten denkt und die Allgemeinheit, die das PV Abenteuer finanziert hat?

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    1. Diese Blamage war wenigstens für alle echten Gläubiger äußerst unterhaltsam!

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  4. ist Welter gebürtiger oder nur steuerlicher Luxemburger?
    da hat er einen Schritt weiter gedacht als der Hoeneß mit der Schweiz.

    übrigens wäre es bestimmt nicht ganz verkehrt wenn man da auch eine CD brennen lässt

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    1. Welter's Staatsangehörigkeit ist luxemburgisch!
      Armes, gestraftes Land, wenn es solche Staatsbürger hat!

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    2. Seine Staatsbürger sucht sich kein Land aus.
      Genauso wenig ist Mensch vor Applaus von Klugen gefeit, wenn er etwas Dummes sagt. Selbst Feinde oder Gegner wählt man sich oft nicht selber. Die drängen sich manchmal auf, machen sich zu dem, was sie sein und bleiben wollen. Aus besten Feinden können gute Freunde werden - und umgekehrt. Auch wenn´s einem nicht gefallen mag: der Mensch und sein Denken ist wandelbar. Oft hat man selbst die Wahl, selten aber immer. ;-)

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  5. steht der KE auf der Liste oder hat er alles bekommen?

    mit seinem Gehalt kann man fünf seinen Studenten bezahlen.

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    1. Der KE vom Forderungsmanagement, he, he.
      Der Begriff ist schon eine Perversion in sich.
      Aber der hat bestimmt das Nötige für sich durchgesetzt, davon ist auszugehen.

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    2. Morgen ist der 1.Mai

      Tanz in den Mai!

      Feiert schön! Grund genug sollte (fast) jeder haben!

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    3. wie denn feiern, wenn man kein Geld hat

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    4. Feiern konnten die, die einen neuen Job haben oder Arbeitslosengeld beziehen. Kann man keinem erzählen. "Ich hab einen Vollzeitjob bei PhOtOn aber bin Pleite!" Schöner "Tag der Arbeit"!

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    5. Kopf hoch...alles wird gut! Ich weiß, blöd und schwacher Trost: Auf 3Sat laufen heute den ganzen Tag Super Konzertmitschnitte. Ganz umsonst! Vielleicht haste noch `n Wein und nette Freunde bei Dir, dann wirds schon ein schöner Tag...und ausserdem scheint die Sonne ;-)
      Wünsche Euch allen einen schönen Feiertag und denkt mal kurz an was Schönes! Trotz Arbeitslosigekit oder keiner Kohle. Ach so, ich bin einer der nun Arbeitslosen. Geld kommt zwar pünktlich, aber muß jeden Euro drei mal rumdrehen...Drauf gesch...wird auch wieder besser!

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  6. "Kopf hoch...alles wird gut!" ist ein Standardspruch von Photon :-)))))) Danke für die lustige Erinnerung! Macht euch einen schönen Tag, geht raus und genießt das Leben, Leute! Hier läuft euch doch nichts weg, oder? Offline bis Donnerstag!

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    1. ...ein Standardspruch nicht von Photon, sondern öfters als genug gehört von Herrn TT.
      Nur lag er leider mit dieser Aussage gründlich daneben.

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    2. "Alles wird gut" war eine phrasenhafte Selbsttröstung, das Pfeifen im Walde. Blödsinnigerweise oft benutzt statt "Vieles ist Scheiße!". Klingt derb, hätte die Situationen aber oft genug ehrlich beschrieben. Etwas weniger aufgesetzte Harmonie und weniger künstliche Eintracht hätte uns allen gut getan. Manche Feingeister hatten ja schon ein ernstes Problem damit, wenn man offen konstruktive Kritik an der Planung oder Durchführung von Projekten geübt hat. Was soll´s - jedes Unternehmen bekommt was es verdient.

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