Montag, 29. April 2013

Verlauf der Photon Gläubigerversammlung am 19.04.2013 - Teil 10

Nach der spannungsgeladenen Wahl des Insolvenzverwalters und den dramatischen Enthüllungen rund um den Insolvenzzeitpunkt sowie die anstehenden Rückforderungen gegen das Management und die Photon Power, ging es ohne Pause weiter in der Versammlung. 



Knackpunkt Weiterfühung des Gläubigerausschusses

Für den nächsten Tagesordnungspunkt der Entscheidung, ob ein Gläubigerausschuss weiter die Arbeit des Insolvenzverwalters begleiten soll, ist laut Insolvenzordnung eine Abstimmung nach vertretenen Forderungen notwendig. Eine Kopfabstimmung gibt es nur bei der Person des Insolvenzverwalters. 



Unbestrittene Forderungen hatten rasch volles Stimmrecht

Hierfür rief die Versammlungsleitung in Person der Rechtspflegerin zunächst die vom Insolvenzverwalter unbestrittenen Forderungen nach Forderungsinhaber und Höhe auf. Dieses sollte in der in der Forderung benannten Höhe Stimmrecht gegeben werden. Über die Höhe dieser Stimmrechte wurde in der Gläubigerversammlung rasch Einigkeit erzielt und die Stimmrechte für die Wahlen zuerkannt. 



Danach wurden die fast 60 bestrittenen Forderungen einzeln diskutiert

Wie bereits berichtet wurde, waren sämtliche, von den Arbeitnehmern eingereichten Forderungen aus formalen Gründen (Neuberechnung des Insolvenzgeldes durch das Arbeitsamt) bestritten. Dennoch konnte über die Zuerkennung des Stimmrechtes in voller Höhe für die normalen Angestellten rasch Einigung erzielt werden. Da jedes Stimmrecht aber von der Rechtspflegerin mit Gläubiger und Forderungshöhe verlesen wurde, sowie von einem Kurzvortrag des Insolvenzverwalters zum Sachverhalt begleitet wurde, dauerte dieser Teil der Versammlung fast 4 Stunden. 




Kreutzmann fordert 164.000 € für 10 Monate Arbeit

Interessant wurde es immer zwischendrin, wenn keine normalen Arbeitnehmer aufgerufen wurden, sondern die Größen des Verlages. So hat die Geschäftsführerin des Pleiteunternehmens Frau Annegret Kreutzmann verspätet 164.000,- € an Gehaltsforderungen für die letzten 10 Monate vorgelegt. Dies bedeutet ein Monatsgehalt von  16.400,- €

Der Insolvenzverwalter Seckler erläuterte diesen Posten der Versammlung detailliert und wies darauf hin, dass diese Forderung von Frau Kreutzmann verspätet eingegangen war. Weiterhin lägen wichtige Unterlagen für den Beweis der Forderung nicht vor. Hierbei ist zum Beispiel entscheidend, dass kein Arbeitsvertrag mit der Photon Europe vorliegt. Vor diesem Hintergrund könne höchstens eine Anerkennung eines Stimmrechtes von 10% der Gehaltssumme erfolgen. 




Widerspruch von Dr. Jan Kai Dobelmann - Einigung wird blockiert

DGS Alt-Präsident Dr. Jan Kai Dobelmann wies die Versammlung darauf hin, dass es durchaus möglich ist, dass Frau Kreutzmann keinen Arbeitsvertrag mit der Photon Europe hatte. Frau Kreutzmann ist seit je her für den Solar Verlag tätig gewesen, dieser ist jedoch in der Photon Holding aufgegangen und deren Geschäftsführerin, die Photon Europe ist eine Tochtergesellschaft dieser. Warum also sollte Sie als zu einer Tochterfirma wechseln und auf Ihren Alt-Vertrag mit all den Privilegien verzichten? 


Auf dieser begründeten Basis erklärte Dr. Dobelmann der notwendigen Zuerkennung der Stimmrechte durch den Insolvenzverwalter zu widersprechen und damit eine einstimmige Festsetzung durch die Gläubigerversammlung zu blockieren.  




Rechtspflegerin beschließt 0% Stimmrecht für Frau Kreutzmann - Rechtsmittel des Anwaltes folgen

Auf Basis der Argumentation des Insolvenzverwalters (fehlende Unterlagen wie ein Arbeitsvertrag und verspätete Anmeldung) und des plausiblen Einwandes von Dr. Dobelmann setzte die Versammlungsleitung das Stimmrecht von Frau Kreutzmann auf 0% fest. 

Der Frau Kreutzmann vertretende Anwalt Klüthe, legte hiergegen Rechtsmittel ein. Dies bedeutet, dass die Stimmrechte solange unklar sind, bis die Insolvenzrichterin über die Ab- oder Zuerkennung der Stimmrechte befindet. Hierbei stimmt der Vertreter ab und seine Stimmen werden verzeichnet, jedoch erst nach der Entscheidung des Insolvenzgerichtes gewertet. 

= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 164.000,- €






Philippe Welter Consulting will 175.367,08 € an Stimmrechten - 0% gerichtlich festgesetzt

Als die Rechtspflegerin den nächsten bestrittenen Gläubiger (Philippe Welter Consulting) aufrief, kam es zu einer allgemeinen Heiterkeit im ganzen Saal. Während des Vortrages der Forderungen von 175.367,08 € mit dem Betreff "Dienstleistungen" durch die Rechtspflegerin wuchs sich die Heiterkeit zu einem offenen Gelächter aus. 

Der Insolvenzverwalter hielt dieser Forderungsanmeldung folgendes entgegen:

  • Welter sei faktischer Geschäftsführer und habe als solcher mit erheblichen Forderungen gegen ihn zu rechnen, die weit über der benannten Forderung liegen.

  • Forderungsinhalt "Dienstleistungen" und "Reisekosten" sind juristisch unklar.

  • Der Insolvenzzeitpunkt war Januar 2010 und deshalb sind Aufsichtspflichten massiv verletzt, was zu Forderungen und Strafen führen wird.

  • Es liegt keine Vereinbarung für Dienstleistungen einer Philippe Welter Consulting vor.

  • lediglich offene Reisekosten von 60,05 € auf einem Buchhaltungskonto der Photon Europe für Herrn Welters Reisekosten könnten anerkannt werden. 

Dr. Jan Kai Dobelmann kündigte daraufhin seinen Widerstand gegen eine Zuerkennung von jeglichen Stimmrechten auch in Höhe von 60,05 € für Reisekosten für die Philippe Welter Consulting, so dass eine einstimmige Entscheidung unmöglich wurde. 

Daraufhin setzte das Insolvenzgericht die Forderung mit 0% Stimmrechten fest.  

= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 339.367,08 €







Grand Systems GmbH will 6.287,- € an Stimmrechten - 0% gerichtlich festgesetzt - Keine Rechtsmittel eingelegt

Als nächstes wurde die Grand Systems GmbH aufgerufen. Dieses Unternehmen war Teil der Photon-Gruppe wie ein anwesender Mitarbeiter dem Gericht bestätigte. Die Grand Systems GmbH forderte 6.287,- € aus offenen Rechnungen als Stimmrecht ein. 

Der Insolvenzverwalter trug hierzu vor, dass zu diesen Forderungen nichts in der Buchhaltung zu finden sei und es auch keine Lieferscheine oder ähnliche Beweise für eine Leistung gäbe. 

Weiterhin sei das Unternehmen von 50.000,- € an Anfechtungen von Transaktionen betroffen. Hierdurch war sein Vorschlag dem Unternehmen 0% an Stimmrechten zu gewähren gerechtfertigt. Die Versammlungsleitung folgte diesem Vorschlag und setzte das Stimmrecht für Grand Systems auf 0% fest. 

Bemerkenswerter Weise verzichteten die Anwälte der Photon Gruppe auf die Einlegung von Rechtsmitteln. Ob man sich da aus taktischen Erwägungen heraus nicht noch dem Risiko eines Prozessbetruges durch die Einbringung falscher, unberechtigter Forderungen aussetzen wollte, blieb unklar.   

= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 344.654,08 €







Photon Laboratory GmbH will 26.005,82 € an Stimmrechten - 0% gerichtlich festgesetzt 


Als nächstes wurde die Photon Laboratory GmbH aufgerufen, gegen die derzeit ein Insolvenzverfahren anhängig ist. Dieses Unternehmen war ebenfalls Teil der Photon-Gruppe wie ein anwesender Mitarbeiter dem Gericht bestätigte. Die Photon Laboratory GmbH forderte 26.005,82 € aus offenen Rechnungen als Stimmrecht ein. 

Der Insolvenzverwalter trug hierzu folgendes vor: 


  • Es läge der Verdacht eines Prozessbetruges vor, da die Photon Laboratory GmbH unter Ihrem Geschäftsführer Philippe Welter es unterschlagen hat Forderungen der Photon Europe GmbH in Höhe von 53.406,- € gegen die Photon Laboratory GmbH aufzurechnen. 

  • Es gibt Anhaltspunkte, dass Mitarbeiter der Photon Europe kostenfrei der Photon Laboratory für Tätigkeiten überlassen wurden und so weitere Forderungen vorliegen. 

  • Rechnungen der Photon Laboratory GmbH wurden vielfach von der Photon Europe GmbH bezahlt, bzw. auf diese umgeschrieben, ohne dass es hierfür einen rechtlichen Anlass gäbe.  

Hierdurch war sein Vorschlag dem Unternehmen 0% an Stimmrechten zu gewähren gerechtfertigt. Die Versammlungsleitung folgte diesem Vorschlag und setzte das Stimmrecht für Grand Systems auf 0% fest. 

= Summe der abgelehnten Stimmrechte der Photon Gruppe: 370.659,90 €





Aus den offensichtlich dreisten, weil aus Sicht des Gerichtes unbegründeten Forderungsanmeldungen der Photon-Vertreter ergibt sich bereits ein klares Bild. Innerhalb der Photon Gruppe war die Photon Europe GmbH, bei der die Mitarbeiter beschäftigt waren, die Melkkuh, die für alle finanziellen Abenteuer des Managements haften musste. 

Im nächsten Abschnitt kommt diese unseriöse Praxis noch dreister zu Tage... 



++++ Weiter mit Teil 11



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Wichtig!  Dies ist ein aus persönlichen Aufzeichnungen erstellter Text. 

Wer Ergänzungen oder Verbesserungen zu diesem Bericht aus der Gläubigerversammlung hat, kann dies persönlich und auch anonym in den Kommentaren einfügen. Hier kann man auch seine eigenen Eindrücke und Meinungen kundtun.  

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Kommentare:

  1. Eine Null-Nummer für die Millionen-Pleitiers. Arme Frau Kreutzmann, bedauernswerter Herr Welter.

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  2. Bei jeder 0 und jedem abgelehnt steigt die innere Freude

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  3. Mitleidvolles Bedauern für die Unternehmer,statt innerer Freude wegen des Absturzes der beiden ist durchaus angebracht. Hier zerfällt schließlich das Lebenswerk der beiden, auch wenn es auf Kosten Dritter aufgebaut wurde, und zu Lasten Vieler fortgeführt wurde.Schlüpfen Sie für einen Moment in deren Haut, versuchen Sie es einmal. Das dürfte nicht schwer fallen,groß genug ist sie ja.Doch nehmen Sie eine Leiter und eine Taschenlampe mit: Abgründe werden sich auftun und es ist dunkel,sobald Sie auf das Gewissen der beiden stoßen werden.Üben Sie also Nachsicht und bringen Sie Verständnis auf,auch wenn es schwer fällt.

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    1. :-)) Von Beileidsbekundungen am Grabe des morbiden Lebenswerkes halte ich Abstand! :-))

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    2. Ich bin seit 23 Jahren Unternehmer und habe nicht nur einmal am Rande des Bankrotts gestanden. Und jedes mal kann ich rückblickend sagen, lagen die Fehler in mangelnder Erfahrung oder Unvermögen von mir oder meinem GF-Kollegen. Ich kann mich also recht gut in so eine Lage hinein versetzen. Angesichts der Dreistigkeit und der kriminellen Energie, ihrer Unverschämtheit und Selbstherrlichkeit kann ich jedoch keinerlei Mitleid verspüren. Sie tun mir in gewisser Weise leid, wie mir jeder Mensch leid tut, der offensichtlich verlernt hat, was es heißt im positiven Sinne eine Mensch zu sein (u.a. ehrlich, mitfühlend, verantwortlich). Als Unternehmer jedoch hoffe ich, dass sie nie wieder die Möglichkeit erhalten ein Unternehmen zu führen. Einer der wenigen Fälle, in denen eine Berufsverbot die einzig angemessene Reaktion ist, um die Gesellschaft vor solchen Kriminellen zu schützen.

      Die Branche wird darüber hinweg kommen. Das sind doch schon jetzt nur noch Witzfiguren. Die Tragik der Geschichte wird sich nach und nach verflüchtigen und was bleibt sind bestenfalls ein paar Räuberpistolen von den zwei Fetten aus Aachen die man sich in Bad Staffelstein bei einem Bier erzählt. Das macht es für die Geschädigten natürlich nicht leichter, aber leider können in Deutschland Opfer krimineller Handlungen im Allgemeinen nicht viel Hilfe erwarten.

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    3. man sollte hier nicht beleidigend werden

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    4. Was wenige wissen ist: Herr Welter hatte bereits aus der Heliotec Affäre ein 10-jähriges Berufsverbot wegen diversen Wirtschaftsdelikten.

      Aus diesem Grund ist er bis zur Gründung der Photon Laboratory (da war das Verbot abgelaufen) auch nie als verantwortlicher Unterzeichner in erscheinung getreten. Er wusst sehr wohl warum und ist Wiederholungstäter.

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    5. Was hat es denn mit dieser "Affäre" auf sich?

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    6. Januar 1995:

      HRB 6087 -- 12. Januar 1995: Heliotec Photovoltaikanlagen GmbH, Aachen (Wilhelmstraße 72). Gegenstand des Unternehmens: ist die Entwicklung, Herstellung, Planung, Betreuung und der Betrieb von Solarstromanlagen (Photovoltaikanlagen). Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienlich sind. Sie kann andere Unternehmen erwerben, sich an ihnen beteiligen, die Geschäftsführung für solche Unternehmen übernehmen sowie Zweigniederlassungen eerichten. Stammkapital: 50 000,-- DM. Geschäftsführer: Philippe Welter, EDV-Berater, Düren. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag ist am 6. Dezember 1994 errichtet. Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist nur ein Geschäftsführer berufen, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Durch Gesellschafterbeschluß kann einzelnen, mehreren oder allen Geschäftsführern die Befugnis erteilt werden, die Gesellschaft allein zu vertreten und/oder die Befugnis erteilt werden, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Der Geschäftsführer Philippe Welter ist alleinvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, somit auch befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten zu vertreten. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im Bundesanzeiger.

      September 1998:

      HRB 6087 -- 16. September 1998: Heliotec Photovoltaikanlagen GmbH , Aachen (Elsaßstr. 57). Die Gesellschaft ist wegen Vermögenslosigkeit gemäß § 2 des Gesetzes über die Auflösung und Löschung von Gesellschaften und Genossenschaften vom 9. Oktober 1934 gelöscht. Eingetragen von Amts wegen.

      Das war ebenfalls eine solche Pleite bei der massiv durch Herrn Welter Gläubiger geschädigt wurden.

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    7. http://photonwatch.blogspot.de/2012/12/pvtv-das-magazin-akte-photon-22012-teil.html da wird berichtet, dass der WDR damals von Subventionsbetrug berichtet hat.

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    8. Danke für die aufschlußreiche Information zu Welter/Heliotec. Vielen Dank dafür!

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    9. Bedauern oder gar Mitleid mit den Unternehmern Kreutzmann und Welter? Fehlanzeige. Wenn nun der solarbetriebene Heiligenschein der eloquenten Selbstbediener durch den Insolvenzverwalter beziehungsweise vom Gericht ausgeknipst wird, dann verdunkelt sich die Welt der Photovoltaik keinesfalls. Die sich als größte Leuchten der Branche zu vermarkten wussten werfen lange Schatten über die Erneuerbare Energie. Ökologie und soziale Verantwortung gehören zusammen.

      Die Geister, die die beiden riefen, werden sie offensichtlich nicht mehr los. Da braucht es keinen Teufel, der an die Wand gemalt wird, um abzusehen, dass das unrühmliche "Lebenswerk" zum Untergang verdammt ist. Und das ist gut so - nicht allein für die Photovoltaik. Nach den Juristen dürften sich Soziologen und Arbeitspsychologen für die Vorgänge in diesem Unternehmen interessieren.

      Fremdschämen - da ist es, was ich als Gewerbetreibender empfinde.

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  4. Wie bitte? Mitleid und Mitgefühl haben nur die Leute verdient, die nicht ihre Mitmenschen skrupellos ausnutzen und Existenzängste machen. Wer selber kein Respekt zeigen kann, hat auch selbst kein Respekt verdient.

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  5. Zur Sache Heliotec Photovoltaikanlagen GmbH

    »Die Gesellschaft ist wegen Vermögenslosigkeit gemäß § 2 des Gesetzes über die Auflösung und Löschung von Gesellschaften und Genossenschaften vom 9. Oktober 1934 gelöscht.«

    Diesmal nicht. Kann nicht immer alles glatt laufen.
    C'est la vie

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  6. Kreutzmann fordert 164.000 € für 10 Monate Arbeit

    #
    Mal unabhängig von dieser Person:
    Darf ich meine unwissenden Beifahrer auch noch zur Kasse bitten, wenn ich einen selbstinszenierten Unfall der Versicherung zum Schaden melde?

    ''
    Philippe Welter Consulting will 175.367,08 € an Stimmrechten - 0% gerichtlich festgesetzt

    #
    Philippe Welter Consulting ??? Nie gehört. Was soll denn dahinter stecken ? Beratertätigkeit im eigenen Unternehmen, in seiner offiziellen Funktion als CFO ? Oder Beratertätigkeit als faktischer Geschäftsführer ?



    #

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    1. Kreutzmann hatte im März 2012 ein Gehalt von 15.750 EUR !!
      Das macht für 10 Monate dann 157.500 EUR "Nachforderung". Die anderen 6.500 sind vermutlich einer Erhöhung ihres Gehalt geschuldet, inmitte einer dem Untergang geweihten Unternehmen. Ich meine, sie hat's ja; da kann man sich dann ruhig noch mal ein paar Tausend draufschlagen. Diese Bande ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten.

      Ein Hoeneß, wer böses denkt!

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    2. Welter berät sich vermutlich selbst, wie er andere wieder um einige Tausend Euronen bescheissen kann.

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    3. "(...) wie er andere wieder um einige Tausend Euronen bescheissen kann."

      Grundgütiger, so halten Sie doch ein! Der feine Herr Wetter (so heißt er doch?) würde niemals... be...be... na bescheissen, wie Sie es furchtbar vulgär benennen. Der feine Herr bekotet lediglich hin und wieder. Das ist ein himmelweiter Unterschied! Alles andere ziemt sich nicht für diesen kultivierten Mann von Welt! Schluss der schmutz´gen Rede also.

      Warten auf Teil 11

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    4. Oh, ein Poet in dieser wunderlichen Lage :-) Also, da ich ward bekotet von des Lord und der Lady hintersinnigem Treiben, da dünkte mir, ich sei in einer fernen Zukunft, da die Menschen neue Worte ersönnen und ich hörte: Der Sonnenlord Welter hat alle von oben bis unten beschissen ... ! Kaum traute ich mich solch unerhörte Worte nachzusprechen, da erweckte mich ein unbekannter Schöngeist. So lasset uns denn den Helm ab nehmen zum Gebet und darauf vertrauen, dass der Sprache reiner Quell auch weiterhin aus solch bekotetem Geist hervorquellen möge.

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    5. Eine stolze Frohwe will ich vermuten bei den wörtern, so seid mir willkommen, Gevatterin.
      Mich deucht, es wär wohl mählich an der Zeit Lord wie Lady zu entrinnen im Geiste, doch nicht ehe denn sie der ungebührlich Schandtaten reuig vor dem Richter sie sich beugen! Wo wollte das Pergament sein auf dem stünde, Lord der tumbe Tor wie seiner lasterhaften Lady seien nicht zu bringen vor das Gesetze? All der Krumbel, all das reuen gar ungemach dem Volke mannig schafft. Gar speien möcht ich ob der Silberlinge Verlust, die jener Atzel aus der Ficke aller entriss!
      So wurd´geboren in mir ein Gedanken welcher wurde Wort welcher wurde Waffe, Klinge und Schwert, es zu führen gegen jene.

      Gehabt Euch wohl bis zum dritten Tage des May

      Zum Gruße
      Anonym (mal ein überraschend anderer Name)

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    6. Nun denn, zu dieser Stund, der Wein hat scheinbar manchem wohl gemund...
      Und ach so, Sir "Halten Sie doch ein...", kennen wir Euch nicht schon von früher, als Ihr noch einen offenen Brief gegen Sir Blatt verfasst habt? Erst also dort, nun hier...woher der Sinneswandel?
      Sollte ich mich täuschen, so verzeiht, würde mich jedoch sehr wundern.

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  7. Photonwach

    Wie haben die Gläubiger

    - Fiducia GmbH & Co KG, Wilhemstraße 12, 52070 Aachen, vertreten durch die Fiducia VerwaltungsGmbH, diese vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Philip Kerpen, ebenda
    - Weiss Druck GmbH & Co KG, Gans-Georg-Weiss-Straße 7, 52156 Monschau, vertreten durch den Prokuristen Herrn Peter Jakobs, ebenda


    bei der Abstimmung über die Person des Insolvenzverwalters RA Seckler (Kebekus et Zimmermann)votiert? Wäre sehr interessant zu erfahren (oder wird das in Teil 11 beschrieben?)

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    1. Die oben genannten Mitglieder des Gläubigerausschusses haben den Insolvenzverwalter vorbehaltlos unterstützt und auch für diesen votiert.

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    2. Danke für die Beantwortung der Frage.

      (Es wäre vorteilhaft gewesen, den Termin vor Ort selber zu verfolgen. Asche auf´s Haupt. Danke an das Autorenkollektiv von Photonwatch für die detaillierte Berichterstattung)

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  8. Wie ist der Übergang/die Umfirmierung der Vorgängergesellschaft ("Solarverlag") zur Photon Europe GmbH seinerzeit von Statten gegangen? Damals wurde auch durch Angestellte versucht ein BR zu gründen, es kam zu Kündigungen? Stimmt das? Was ist an der Geschichte dran?

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  9. Genau so ist es damals auch abgelaufen. Nur dass es sind so viele Mitarbeiter wie jetzt gab, es noch nicht so viel Aufstand von Mitarbeitern gab und alles in einer kleineren Größenordnung wie jetzt war. Interessant aber ist, dass dort arbeitende Mitarbeiter nichts mitbekommen haben von einem Finanzproblem. Ihnen wurde erzählt es ist eine Umfirmierung, da Photon internationaler klingt als Solarverlag. Jetzt viele Jahre später konnten diese Mitarbeiter es nicht glauben, dass sie davon gar nichts bekommen haben. Still und heimlich ging alles über die Bühne.

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  10. Still und heimlich ging alles über die Bühne? Wie bitte??? Sie arbeiten doch in einem Verlag, wenn ich nicht irre?! Kommunikation ist wohl ein Fremdwort sowohl in der Mitarbeiterschaft als auch in der Unternehmensspitze. Wenn Mitarbeiter unkritisch über Jahre geschluckt haben, was ihnen als Tatsache vorgesetzt wurde, dann lässt das tief blicken. Es erklärt zudem, was sich hier in vielen Kommentaren widerspiegelt. Wie werden diese Mitarbeiter in vielen Jahren darüber denken?

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    1. Sie sprechen da genau etwas an, was mir schon lange auf der Zunge lag. Ich möchte hier auch keinem zu nahe treten oder gar herabwürdigen.

      Aber, wollte man seitens der Mitarbeiter nichts wissen oder hören? Viele waren gewarnt!
      Mit deutlichen oder minder deutlichen Worten, auch seitens der eigenen Belegschaft, die die miesen Machenschaften schon früh geblickt haben.
      Warum arbeitet da heute überhaupt noch jemand? Erstens gibt es da nichts mehr zu arbeiten und zum zweitens braucht man sich vor einer Kündigung seitens eines Welter nicht zu fürchten. Diese sollte den Verbliebenen mehr wie recht sein, denn dann gibt es sofort Geld von der Agentur. Und die zahlt pünktlich!

      Manche müssen aber einfach auch nur faul und betriebsblind sein oder sind sich einfach nichts wert. Ich habe dafür kein Verständnis.

      Wie bereits vorher mehrfach geschrieben wurde: Die Guten sind bereits (lange) weg.

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    2. Anonym hat gesagt 11:13: Kommunikation ist wohl ein Fremdwort sowohl in der Mitarbeiterschaft als auch in der Unternehmensspitze.

      Die Kommunikation war grottenschlecht, sowohl aus der Geschäftsführung heraus, auf Abteilungsebene als auch unter den Mitarbeitern selber. Wir alle -ausnahmslos- waren Teil des Kommunikationsmodells. Wer Informationen brauchte, der wusste sich über Kolleginnen oder Kollegen zu helfen. Die Ausprägung des Schweigens und der Oberflächlichkeit war von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich ausgeprägt. Das hat sich gerächt, da dieser Mangel an Information von der Geschäftsleitung genutz wurde. "Heute bin ich schlauer" - hört man allerorts. Ich nehme mich da nicht aus.

      Anonym hat gesagt 12:04: Die Guten sind bereits (lange) weg.

      Sehe ich auch so. Das bedeutet jedoch nicht, dass ausschliesslich nur noch Faule, Träge und Bequeme im Verlag stecken. Es gibt noch gute, solide und charakterfeste Persönlichkeiten, die den Absprung noch nicht geschafft haben. Denen wünsche ich alles Gute - ich weiß sehr gut, wie es sich anfühlt, wenn man schreien möchte doch nicht kann. Ihr findet eure Stimme wieder, wenn ihr draußen seid. Vergesst nie wer ihr seid, und lasst euch nicht weiter verbiegen. Diese Firma ist nicht euer Leben - und ihr wisst das.

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    3. Wäre die Firma mein Leben, dann wäre es ruiniert. Von wegen, ich blühe auf!

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  11. Rechtspflegerin beschließt 0% Stimmrecht für Frau Kreutzmann, weil: ...Hierbei ist zum Beispiel entscheidend, dass kein Arbeitsvertrag mit der Photon Europe vorliegt....

    Das ist aber interessant, denn es gibt einige Mitarbeiter die nie einen Vertrag mit der Photon Europe abgeschlossen haben, sondern mit dem Solar Verlag. Sollten die dann nicht zur Holding gehören? Wieso bekamen sie dann Insolvenzgeld? Und dürfen sie ihre Forderungen dann überhaupt zur Tabelle anmelden? Durften sie dann überhaupt insolvenzbedingt gekündigt werden? Manche haben auch einen neuen Vertrag bei der Photon Europe unterschrieben, doch was ist mit dem alten Vertrag mit dem Solar Verlag, der ja in der Photon Holding aufging?

    ... da werden wohl viele Fragen offen bleiben ...

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